Vergleich von Arbeitswerkzeugen anhand von sechs Kriterien und Beispielkosten
Bild: Freiberufswege

Auftragsgewinnung

Teil von Arbeitswerkzeuge vergleichen: Software für Freiberufler im Vergleich

Wie vergleiche ich Arbeitswerkzeuge für freiberufliche Projekte?

Arbeitswerkzeuge vergleichen: Kriterien wie Preis, Datenschutz, Export, Support und Vertragslaufzeit, Beispielkosten 0 bis 80 Euro monatlich inklusive MwSt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sechs Kriterien tragen den Vergleich: Preis, Datenschutz, Schnittstellen, Export, Support und Vertragslaufzeit.
  • Beispielkosten liegen zwischen 0 und 80 Euro pro Monat inklusive MwSt.
  • Kostenlose Tarife decken selten Buchhaltung und Steuer-Export ab.
  • Export und Kündigungsfrist entscheiden über die Wechselkosten.
  • Die IHK berät zu Digitalisierung und Aufbewahrung, der Umfang unterscheidet sich je Kammer.

Sechs Kriterien, die einen Vergleich tragen

Wer arbeitswerkzeuge vergleichen will, braucht eine feste Liste, sonst entscheidet der optische Eindruck. Sechs Größen lassen sich für nahezu jedes Werkzeug erheben: Preis, Datenschutz, Schnittstellen, Export, Support und Vertragslaufzeit.

Formulieren Sie je Kriterium eine Prüffrage mit messbarer Antwort. Statt "Wie gut ist die Zeiterfassung?" also: "Erfasst das Werkzeug Zeiten projektbezogen, und welchen Bericht exportiere ich daraus?" Gute Antworten lauten Ja, Nein, ein Eurobetrag oder eine Minute.

Gewichten Sie die Kriterien vorher. Datenschutz und Export wirken als Ausschlusskriterien. Preis, Bedienung und Support sind Abwägungssache.

Ein Punktesystem macht den Vergleich nachvollziehbar. Vergeben Sie je Kriterium null bis drei Punkte und multiplizieren Sie mit der Gewichtung. Die Summe zeigt, welches Werkzeug in Ihrem Projekt vorn liegt, und macht die Entscheidung später erklärbar.

Preis und Vertragslaufzeit

Beispielrechnung: Eine kostenlose Basisversion kostet 0 Euro monatlich. Eine Einzelplatzlizenz mit Rechnungsstellung liegt bei 29 Euro netto, also 34,51 Euro inklusive MwSt. Ein Paket mit Buchhaltung, Zeiterfassung und Auswertung kostet 67,23 Euro netto, also 80,00 Euro inklusive MwSt. Alle Beträge sind Beispielrechnungen, keine Preislisten.

Die Spanne von 0 bis 80 Euro pro Monat entsteht durch Module, nicht durch Anbieterqualität. Prüfen Sie, ob Rechnungsstellung, Buchhaltung, Zeiterfassung und Steuer-Export einzeln berechnet werden. Lexware, SevDesk und DATEV veröffentlichen ihre Tarifstaffeln auf den jeweiligen Anbieterseiten.

Vergleichen Sie Monats- und Jahrespreis getrennt. Jahresabonnements senken den Monatsbetrag, verlängern aber die Bindung. Notieren Sie Kündigungsfrist und Verlängerungsregel, bevor Sie sich entscheiden.

Datenschutz, Schnittstellen und Export prüfen

Beim Datenschutz zählen Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und Zugriffsrechte. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit bündelt auf seiner Startseite mit Hinweisen zum Datenschutz die Pflichten, die auch für Freiberufler gelten.

Die Datenschutzinformationen der Verbraucherzentrale ordnen ein, welche Angaben eine Anwendung tatsächlich benötigt. Prüfen Sie außerdem, ob Auftragsverarbeitung und Löschkonzept schriftlich geregelt sind.

Bei den Schnittstellen entscheidet die Frage, ob Zeiterfassung, Rechnungsstellung und Buchhaltung ohne Doppeleingabe zusammenarbeiten. Eine offene Programmierschnittstelle erlaubt eigene Auswertungen. Das DIHK-Portal erklärt unter dem Titel KI im Klartext: Vom Paragrafen zur Praxis, welche Pflichten beim Einsatz automatisierter Funktionen gelten.

Beim Export zählt der vollständige Datenabzug: Kunden, Rechnungen, Zeiten, Belege und Buchungen. Schreiben Sie im Testkonto eine Rechnung und exportieren Sie anschließend alle Daten als CSV. Fehlt dieser Export, wird der spätere Wechsel teuer.

Support und Einarbeitung

Beim Support zählen Erreichbarkeit, Reaktionszeit im gebuchten Tarif und die Kosten für Premium-Support. Die Verbraucherzentrale veröffentlicht dazu Hinweise und Bewertungen zu Apps und Software.

Planen Sie eine Testphase von zwei Wochen ein. In dieser Zeit entsteht eine echte Rechnung, laufen Zeiten mit, und es fällt auf, ob der Support antwortet. Fragen Sie vorher nach Schulungsmaterial und nach einem Umzugsangebot, falls Sie später wechseln.

Die Vertragslaufzeit bestimmt, wie lange Sie zahlen, wenn das Projekt endet. Eine monatliche Kündigung passt zu projektweiser Arbeit. Laufzeiten von zwölf oder vierundzwanzig Monaten lohnen sich nur bei deutlichem Rabatt und sicherer Nutzung.

Rechenbeispiel: Kosten über zwölf Monate

Die Tabelle stellt drei Varianten und ihre Kosten über zwölf Monate gegenüber. Maßgeblich ist der Jahresbetrag inklusive MwSt, nicht der Listenpreis.

Variante Monat netto Monat inklusive MwSt Zwölf Monate inklusive MwSt
Kostenlose Basisversion 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
Einzelplatzlizenz 29,00 Euro 34,51 Euro 414,12 Euro
Komplettpaket 67,23 Euro 80,00 Euro 960,00 Euro

In fünf Schritten zum eigenen Vergleich

Ein Vergleich bleibt nachvollziehbar, wenn Sie in dieser Reihenfolge arbeiten:

  1. Kriterienliste anlegen und gewichten, Ausschlusskriterien zuerst.
  2. Drei Anbieter auswählen, darunter einen mit kostenlosem Einstieg.
  3. Testkonto anlegen, eine echte Rechnung schreiben und alle Daten exportieren.
  4. Kosten für zwölf Monate inklusive MwSt notieren und die Kündigungsfrist prüfen.
  5. IHK oder Steuerberatung zu Aufbewahrung und Datenexport fragen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Arbeitswerkzeug für Freiberufler?

Kostenlose Versionen starten bei 0 Euro. Für Rechnung, Buchhaltung und Zeiterfassung sind je nach Umfang 29 bis 80 Euro pro Monat inklusive MwSt realistisch. Das ist eine Beispielrechnung, kein Marktpreis.

Wie prüfe ich den Datenschutz eines Anbieters?

Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und Löschkonzept klären. Fehlt eine schriftliche Regelung, spielen Sie keine Kundendaten ein.

Woran erkenne ich versteckte Kosten?

Achten Sie auf Zusatzmodule, Nutzerstaffeln, Premium-Support und Gebühren für den Steuer-Export.

Wie lang sollte die Vertragslaufzeit sein?

Für projektweise Arbeit passt eine monatliche Kündigung. Jahresverträge lohnen sich nur bei Rabatt und sicherer Nutzung über die gesamte Laufzeit.

Wie binde ich die IHK-Beratung in den Vergleich ein?

Die IHK berät zu Digitalisierung und Aufbewahrungspflichten, der Umfang unterscheidet sich je Kammer. Fragen Sie dort nach anerkannten Exportformaten und Fristen für Ihre Belege.

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