Auftragsgewinnung

Aufträge gewinnen: Kanäle, Nachweise und Preise für unabhängige Fachleute

Aufträge gewinnen für Freiberufler: Kanäle von IHK bis Vergabeportal, Nachweise nach UVgO und VOB/A sowie Beispielpreise für Akquise in Euro pro Monat.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Empfehlungen aus abgeschlossenen Projekten liefern die meisten Abschlüsse und kosten vor allem Pflege.
  • Tragende Kanäle sind IHK-Netzwerke, Börsen der Handwerkskammern, die Bundesagentur für Arbeit, Projektplattformen wie GULP, Hays, freelance.de und Malt sowie öffentliche Vergabestellen.
  • Öffentliche Auftraggeber prüfen Eignung, Berufshaftpflicht und Referenzen nach UVgO, VOB/A und dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen.
  • Ein Akquisebudget von 264,00 Euro netto, also 314,16 Euro brutto im Monat, deckt Netzwerkabend, Fachkonferenz, Fahrten und Profilgebühr.
  • Der größte Posten ist Zeit: zwölf Stunden zu 90,00 Euro netto stehen für 1.080,00 Euro netto kalkulatorische Kosten.

Fünf Kanäle, ihre Reichweite und ihr Aufwand

Empfehlungen aus laufenden und beendeten Projekten

Der wirtschaftlichste Kanal ist der bestehende Kontakt. Ein Auftraggeber, der ein Projekt zur Zufriedenheit abgeschlossen hat, ist die günstigste Quelle für das nächste. Entscheidend ist das Gespräch nach der Abnahme.

Dort gehören zwei Fragen hin: Passt das Ergebnis für Sie, und wen aus Ihrem Umfeld könnte das ebenfalls betreffen? Diese Fragen kosten zwei Minuten und ersetzen ein ganzes Marketingprogramm. Wer sie stellt, erhält in vielen Fällen mindestens einen Namen.

Aus jedem Projekt sollten drei Dinge mitgenommen werden. Ein kurzes Referenzschreiben mit Branche, Aufgabe, Laufzeit und Ergebnis. Die Erlaubnis, den Auftraggeber als Referenz zu nennen. Eine Referenzliste, sortiert nach Branchen und Leistungsarten.

Öffentliche Auftraggeber verlangen später genau diese Angaben. Üblich sind drei bis fünf vergleichbare Projekte mit Ansprechpartner und Zeitraum. Wer die Liste erst zur Bewerbung zusammenstellt, verliert Tage.

Kontakte brauchen Nachverfolgung. Ein kurzer Anruf mit einer konkreten Information, etwa einem Hinweis auf eine neue Norm oder ein Förderprogramm, hält die Verbindung ohne Verkaufsdruck. Der Aufwand je Abschluss bleibt niedrig, weil Vertrauen bereits vorhanden ist.

Netzwerke von IHK, Kammern und Verbänden

Die Industrie- und Handelskammern organisieren Fachausschüsse, Arbeitskreise und Unternehmerabende. Dort sitzen Auftraggeber aus der Region, nicht nur andere Dienstleister. Ein Kurzvortrag von zwanzig Minuten bringt Sichtbarkeit und ein direktes Gespräch.

Viele Kammern veröffentlichen regionale Ausschreibungsinformationen und vermitteln Kontakte zu Betrieben. Der Zugang ist meist an die Mitgliedschaft gebunden. Wer nicht IHK-pflichtig ist, kann an einzelnen Veranstaltungen häufig als Gast teilnehmen.

Handwerkskammern führen Betriebsbörsen und Auftragsvermittlungen. Betriebe melden dort Kapazitätsspitzen und fragen freie Kapazitäten ab. Wer ein zulassungspflichtiges Handwerk ausübt, muss in die Handwerksrolle eingetragen sein. Zulassungsfreie Handwerke stehen in eigenen Verzeichnissen der Kammer.

Freie Berufe sind häufig nicht bei der IHK organisiert. Architekten, Ingenieure, Rechtsanwälte, Steuerberater und Ärzte gehören ihren Berufskammern an. Diese vermitteln selten Aufträge, bieten aber Fachausschüsse, Fortbildungen und Verzeichnisse, die Auftraggeber zur Recherche nutzen.

Für Softwareentwickler, Redakteure und Berater ist ein Branchenverband oft die bessere Struktur. Bitkom, der Verband der Technischen Redakteure oder regionale Arbeitskreise der Fachpresse arbeiten mit Fachgruppen, in denen Auftraggeber und Dienstleister aufeinandertreffen.

Die Bundesagentur für Arbeit als Sonderfall

Der Arbeitgeber-Service unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Arbeitskräften und stellt dafür Online-Zugänge bereit, wie die Seite Arbeitskräfte finden bei der Bundesagentur für Arbeit beschreibt. Für Solo-Selbstständige ist das kein klassischer Auftragskanal, denn in der Jobbörse stehen Arbeitsstellen.

Zwei Konstellationen machen die Institution dennoch relevant. Erstens, wenn ein Freiberufler für ein großes Projekt Fachkräfte sucht. Zweitens, wenn er als Subunternehmer für Bildungsträger arbeitet, die Maßnahmen der Arbeitsförderung umsetzen.

Solche Träger brauchen eine Zulassung nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Sie vergeben Lehraufträge und Fachleistungen an selbstständige Trainer und Berater weiter.

Projektbörsen und Vermittler

Projektbörsen und Vermittler schaffen Reichweite, kosten aber Provision oder Gebühren. GULP, eine Marke von Randstad, vermittelt Projekte in IT und Engineering und stellt auf seinem Wissensportal Auswertungen zur Honorar- und Angebotspraxis für IT-Freelancer bereit.

Hays arbeitet als Personalberatung und vermittelt Festanstellungen und freiberufliche Projekte, häufig in Konzernumfeldern. freelance.de betreibt eine Projektbörse, auf der Auftraggeber Anfragen einstellen und Fachleute Profile anlegen. Malt vermittelt digitale Projekte überwiegend mit Festpreisen und Tageshonoraren.

Ein Profil wirkt nur, wenn es gepflegt wird. Dazu gehören aktuelle Projektbeschreibungen, Angaben zu Verfügbarkeit, Region und Fachkenntnissen sowie Referenzen ohne Kundennamen, wenn Vertraulichkeit vereinbart ist.

Vor der Registrierung sind drei Fragen zu klären. Wer ist Vertragspartner, wer stellt die Rechnung, und wer haftet bei Mängeln? Bei manchen Modellen überlässt der Vermittler die Fachkraft dem Kunden. Dann greift das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, und der Vermittler braucht eine Erlaubnis.

Wer als selbstständiger Dienstleister auftreten will, sollte eigene Rechnungen stellen und das unternehmerische Risiko tragen. Statusfragen klärt auf Antrag die Deutsche Rentenversicherung Bund im Statusfeststellungsverfahren nach Paragraf 7a des vierten Sozialgesetzbuchs.

Direktkontakt mit konkretem Anlass

Kaltakquise wirkt, wenn der Anlass nachvollziehbar ist. Neue Förderprogramme, geänderte Normen, Standortwechsel oder Produkthaftungsfälle liefern Begründungen für ein Gespräch. Ein allgemeines Interesse an Zusammenarbeit reicht dagegen selten.

Der erste Kontakt sollte eine Beobachtung enthalten, keine Leistungsliste. Wer auf eine Ausschreibung, ein Förderfenster oder eine Frist hinweist, wird als nützlich wahrgenommen. Der Termin ergibt sich danach fast von selbst.

Der Aufwand ist der höchste aller Kanäle. Viele Kontakte führen zu wenigen Erstgesprächen, und nur ein Teil davon zu einem Auftrag. Wer nur Unternehmen anspricht, die zur eigenen Referenzliste passen, spart Zeit und erhöht die Trefferquote.

Bei Recherche und Anschreiben mit KI-Werkzeugen sind die Vorgaben der Europäischen Union zur künstlichen Intelligenz und die Pflichten aus der Datenschutz-Grundverordnung zu beachten. Das DIHK-Portal KI im Klartext beim DIHK ordnet Begriffe und Pflichten ein.

Kanalvergleich auf einen Blick

Kanal Vorlauf bis zum ersten Auftrag Aufwand je Anfrage Laufende Kosten
Empfehlung Wochen gering keine
Kammer und Verband drei bis sechs Monate mittel Mitgliedsbeitrag oder Eintritt
Projektbörse Tage bis Wochen gering bis mittel Profilgebühr oder Provision
Öffentliche Vergabe ein bis drei Monate hoch Zeit für Nachweise
Direktkontakt Wochen bis Monate hoch Reisezeit

Die Angaben sind Erfahrungswerte aus der Kanalnutzung und keine Zusage. Sie helfen, Erwartungen zu ordnen und Budgets realistisch zu verteilen.

Nachweispflichten bei öffentlichen Auftraggebern

Kauft der Staat ein, gelten Vergaberegeln. Unterhalb der EU-Schwellenwerte richtet sich die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen nach der Unterschwellenvergabeordnung, sofern das jeweilige Land sie eingeführt hat. Bauleistungen folgen der VOB/A Abschnitt 1.

Oberhalb der Schwellenwerte gilt das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen mit der Vergabeordnung für Leistungen, bei Bauleistungen die VOB/A Abschnitt 2. Für Liefer- und Dienstleistungen oberster Bundesbehörden liegt der Schwellenwert nach der geltenden EU-Schwellenwerteverordnung bei 221.000 Euro netto.

Bekanntmachungen erscheinen auf den Vergabeportalen von Bund und Ländern und im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union. Für EU-weite Verfahren und Förderprojekte bündelt das EU Funding & Tenders Portal der Europäischen Kommission Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten.

Die Vergabestelle fordert zunächst eine Eigenerklärung. Darin stehen Angaben zu Umsatz, Referenzen, Berufshaftpflicht, Steuern und Sozialabgaben. Nachgewiesen wird erst nach Aufforderung, meist für die Bieter der engeren Wahl.

Übliche Unterlagen sind:

  • Handelsregister- oder Berufsregisterauszug
  • Bescheinigung des Finanzamts in Steuersachen
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Einzugsstelle
  • Nachweis der Berufshaftpflicht mit geforderter Mindestdeckungssumme
  • Drei bis fünf vergleichbare Referenzen mit Ansprechpartner

Für Bauleistungen gibt es das Verzeichnis der Präqualifizierten. Eine Eintragung erspart die wiederkehrende Vorlage derselben Unterlagen. Bei IT-nahen Vorhaben kommen Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit hinzu.

Je nach Projekt verlangt der Auftraggeber eine Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz. Landesvergabegesetze fordern teils Tariftreueerklärungen und Zusagen zum Mindestlohn.

Wer zum ersten Mal bietet, unterschätzt den Formalaufwand. Formulare, Erklärungen und Nachweise müssen vollständig und fristgerecht eingehen. Fehlt eine Erklärung, droht der Ausschluss, auch wenn die Leistung passt.

Ein eigenes Ablagesystem hilft. Registerauszug, Bescheinigungen und Versicherungsnachweis haben Laufzeiten. Wer die Fristen notiert, muss vor jeder Bewerbung nur noch aktualisieren statt neu zusammensuchen.

Beispielrechnung: Akquisebudget pro Monat

Die folgende Aufstellung ist eine Beispielrechnung für einen Einzelunternehmer mit Sitz in Deutschland. Angenommen werden ein Netzwerkabend, eine Fachkonferenz, zwei Anfahrten, eine Profilgebühr und Fachliteratur.

Position netto brutto bei 19 Prozent Umsatzsteuer
Netzwerkabend einer Kammer, ein Termin 35,00 Euro 41,65 Euro
Fachkonferenz, Tageskarte 95,00 Euro 113,05 Euro
Fahrtkosten zu zwei Terminen, 200 Kilometer 60,00 Euro 71,40 Euro
Profilgebühr auf einer Projektbörse, ein Monat 49,00 Euro 58,31 Euro
Fachliteratur und Musterverträge 25,00 Euro 29,75 Euro
Summe 264,00 Euro 314,16 Euro

Der Zeitaufwand ist der größte Posten. Zwölf Stunden im Monat für Profilpflege, Anfragen, Angebote und Netzwerk entsprechen bei einem Stundensatz von 90,00 Euro netto kalkulatorischen Kosten von 1.080,00 Euro netto.

Wer zehn Anfragen beantwortet und daraus zwei Erstgespräche und einen Auftrag gewinnt, investiert 314,16 Euro brutto plus 1.080,00 Euro Zeitwert. Das sind rund 1.400,00 Euro je Abschluss. Bleibt der Erfolg aus, steigen die Kosten je Abschluss.

Das Budget sollte je Kanal getrennt erfasst werden. Eine einfache Tabelle mit Datum, Kanal, Kosten, Erstgesprächen und Aufträgen zeigt nach drei Monaten, welcher Kanal trägt. Wer nur die Gesamtsumme betrachtet, erkennt die Ursache nicht.

Honorarpreise kalkulieren und im Angebot begründen

Der Preis ist Teil der Akquise. Ein Stundensatz von 90,00 Euro netto ergibt bei acht fakturierbaren Stunden einen Tagessatz von 720,00 Euro netto. Bei 220 Abrechnungstagen im Jahr liegt der Umsatz bei 158.400,00 Euro netto.

Davon gehen Betriebsausgaben, Vorsorge, Versicherungen und Ausfallzeiten ab. Wer nur 60 Prozent der Arbeitstage fakturieren kann, braucht einen höheren Satz, um dieselbe Summe zu erreichen. Diese Rechnung ist eine Beispielrechnung und ersetzt keine individuelle Kalkulation.

Bei öffentlichen Aufträgen wird der Preis über Formblätter und Preisblätter abgefragt. Die Vergabestelle kann eine Preisaufklärung verlangen, wenn ein Angebot auffällig günstig ist. Wer dort nicht rechnen kann, riskiert den Ausschluss.

Bei Vermittlern ist die Marge im Tagessatz enthalten. Der Kunde zahlt einen höheren Satz, der Vermittler behält eine Differenz. Wer die Differenz kennt, kann einschätzen, ob sich der Kanal rechnet. Vergleichszahlen liefern die Honorarauswertungen der Vermittler.

Bei längerfristigen Projekten ist eine Staffel sinnvoll. Steigt der Umfang, sinkt der Satz je Einheit, ohne dass die Marge verschwindet. Kurze Einsätze mit hohem Einarbeitungsaufwand rechtfertigen dagegen einen Zuschlag.

Reisezeiten, Bereitschaft und Wochenendarbeit gehören in die Kalkulation oder in eine klare Regel. Wer sie stillschweigend mitträgt, senkt seinen effektiven Stundensatz mit jedem Einsatz.

Festpreise passen zu klar abgegrenzten Leistungen, Tageshonorare zu offenen Entwicklungsphasen. Aufwandsschätzungen sollten einen Puffer und eine Regel für Nachträge enthalten. Ohne diese Regel wird jede Änderung zum unbezahlten Zusatzaufwand.

Von der Anfrage zum Angebot

Anfragen kommen über alle Kanäle gleichzeitig. Wer sie unsortiert bearbeitet, verliert Zeit an Projekte, die nicht passen. Fünf Schritte strukturieren den Weg vom Eingang bis zur Abgabe.

  1. Anfrage prüfen: Passt die Leistung zum Profil, ist der Auftraggeber zahlungsfähig, und sind die Fristen machbar? Bei Vergabeverfahren gehören Bekanntmachung, Eignungsanforderungen und Abgabetermin in eine Notiz.
  2. Rückfragen stellen: Umfang, Zeitraum, Ort, Budgetrahmen und Entscheidungsweg klären. In Vergabeverfahren laufen Rückfragen ausschließlich über den vorgesehenen Weg der Bieterfragen.
  3. Kalkulieren: Aufwand schätzen, Risiken bepreisen, Puffer einbauen und Nachträge regeln. Wer den Preis erst nach der Zusage rechnet, verhandelt aus einer schwachen Position.
  4. Angebot schreiben: Leistung, Abgrenzung, Preis, Zahlungsplan, Mitwirkungspflichten des Kunden und Haftung benennen. Je klarer die Abgrenzung, desto seltener wird nachverhandelt.
  5. Nachfassen: Nach einer Woche anrufen, nach der Entscheidung um eine kurze Rückmeldung bitten. Absagen liefern oft den Hinweis auf den nächsten Bedarf.

Vor der Abgabe hilft eine kurze Kontrolle:

  • Eignung und Fristen geprüft
  • Preis mit Puffer kalkuliert
  • Haftung und Versicherung abgeglichen
  • Zahlungsplan und Nachträge geregelt
  • Ansprechpartner und Vertretung benannt

Wer diese Kontrolle einmal als Liste angelegt hat, spart bei jedem weiteren Angebot Zeit. Die Abschlussquote steigt weniger durch mehr Angebote als durch vollständige und nachvollziehbare Unterlagen.

Förderprogramme als Nachfragequelle

Viele Auftraggeber investieren nur, wenn ein Zuschuss einen Teil der Kosten trägt. Wer die Programme seines Kunden kennt, kommt früher ins Gespräch. Die Förderdatenbank des Bundes listet Programme von Bund, Ländern und Europäischer Union nach Zielgruppe und Vorhaben.

Die KfW bietet Kredite und Zuschüsse für Unternehmen, etwa für Digitalisierung, Energieeffizienz und Gründung. Eine Übersicht findet sich unter Förderung für Unternehmen der KfW. Dienstleister können ihre Leistung als Teil eines förderfähigen Vorhabens anbieten.

Zuschüsse müssen in der Regel vor Vorhabenbeginn beantragt werden. Ein Auftrag, der bereits vergeben ist, lässt sich selten nachträglich fördern. Wer diesen Punkt kennt, berät den Kunden rechtzeitig und wird dadurch zum Partner statt zum Zulieferer.

Für Beratungsleistungen existieren eigene Programme mit besonderen Anforderungen an Qualifikation und Nachweise. Wer dort tätig werden will, prüft am besten vorab, ob sein Profil und seine Unterlagen zu den Bedingungen des jeweiligen Programms passen.

Häufige Fragen

Wie viele Kanäle sollte ich parallel betreiben?

Zwei bis drei genügen zu Beginn. Ein Kanal braucht mehrere Monate, bevor Ergebnisse sichtbar werden. Wer fünf Kanäle gleichzeitig aufbaut, pflegt keinen davon richtig und erkennt nicht, welcher trägt.

Was kostet die Teilnahme an einer öffentlichen Ausschreibung?

Vergabestellen erheben in der Regel keine Angebotsgebühr. Der Aufwand liegt in der Bearbeitung: Sichtung der Unterlagen, Eignungsnachweise, Angebot und Preisermittlung. Je nach Verfahren sind das mehrere Stunden bis zu einigen Tagen Arbeit.

Brauche ich eine bestimmte Rechtsform für öffentliche Aufträge?

Nein. Einzelunternehmer und Freiberufler können bieten, wenn sie die Eignungsanforderungen erfüllen. Verlangt werden Umsatz, Referenzen, Berufshaftpflicht und die Erklärung, dass keine Ausschlussgründe vorliegen. Ein Handelsregistereintrag ist nicht in jedem Verfahren nötig.

Wie weise ich Referenzen nach, wenn das Projekt vertraulich war?

Zulässig sind anonymisierte Projektbeschreibungen mit Branche, Aufgabe, Zeitraum und Ergebnis. Viele Auftraggeber erlauben die Nennung als Referenz ohne Details. Wer das vorab schriftlich klärt, hat die Unterlage bei der nächsten Bewerbung sofort zur Hand.

Welcher Tagessatz ist in meinem Feld realistisch?

Das hängt von Fachgebiet, Erfahrung, Region und Auftraggebertyp ab. Belastbare Vergleichszahlen liefern die Honorarauswertungen großer Vermittler. Wer dort regelmäßig nachsieht, erkennt Verschiebungen früher als über einzelne Kundenstimmen.

In diesem Leitfaden

  1. Auftragsgewinnung mit 5 Wegen für unabhängige FachleuteAuftragsgewinnung mit 5 Wegen: Empfehlung, Plattform, Direktansprache, Ausschreibung und Kooperation, mit Anbietern und Beispielkosten pro Monat inklusive MwSt.
  2. Akquise über Plattformen oder Direktkontakt im VergleichAkquise über Plattformen oder Direktkontakt im Vergleich: Provisionen von 10 bis 20 Prozent, AÜG, Scheinselbstständigkeit und Akquisekosten im Überblick.
  3. Checkliste: Erstgespräch mit Auftraggebern vorbereitenCheckliste Erstgespräch Auftraggeber: Bedarf, Budget, Entscheidungswege, NDA, Angebotsblatt, Datenschutz und Beispielrechnung zum Honorarverlust im Überblick.

Mehr aus Auftragsgewinnung

Auftragsgewinnung

Projektabläufe planen: Phasen, Meilensteine und Übergaben für Solo-Selbstständige

Projektabläufe planen für Solo-Selbstständige: fünf Phasen, Etappenziele, Übergaben und Abnahmen, Planungsanteil, Puffer in Euro, Normen und Werkzeuge.

Auftragsgewinnung

Wer bezahlt die Zeit für Angebote und Akquise im Honorar?

Honorare berechnen: Wie Angebots- und Akquisezeit in den Stundensatz einfließen, mit Betriebsausgaben-Regeln, Erfolgsquoten und Beispielbeträgen in Euro pro Monat.

Auftragsgewinnung

Arbeitswerkzeuge vergleichen: Software für Freiberufler im Vergleich

Arbeitswerkzeuge vergleichen: Software für Freiberufler im Vergleich. Preise von 0 bis 80 Euro, Anbieter wie Lexware, SevDesk, DATEV, Zoho, Asana und Trello.

Auftragsgewinnung

Auftragsgewinnung mit 5 Wegen für unabhängige Fachleute

Auftragsgewinnung mit 5 Wegen: Empfehlung, Plattform, Direktansprache, Ausschreibung und Kooperation, mit Anbietern und Beispielkosten pro Monat inklusive MwSt.